Herzlich Willkommen!

Herzlich Willkommen!

zurück zur Startseite

Monatsandacht

Gedanken zum Monatsspruch August

Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein. Apg 26,22

„Ich bin auf Hilfe angewiesen“, dieser Satz geht einem nicht leicht von den Lippen. Wir haben das nicht gerne. Und viele in unseren Gemeinden müssen das mühsam lernen. Es gehört ja zu den großen Errungenschaften des Erwachsen-Werdens, dass man selbstständig leben kann. Und dann kommt die Lebensphase, wo es sich ändert. Mal nur ein bisschen, mal gravierend: „Ich bin auf Hilfe angewiesen!“ Das ist ein schmerzhafter Prozess, der viel Geduld und Barmherzigkeit erfordert – mit sich und auch mit anderen. Und Gemeinde ist dabei wichtig als Träger-Kreis im besten Sinne des Wortes.

 „Ich bin auf Hilfe angewiesen!“

Das ist auch auf geistlicher Ebene der Fall. Dass ein Mensch zum Glauben an Jesus Christus kommt, dass er im Glauben leben lernt und in einer Gemeinde sein Zuhause findet – alles das sind Gottes Geschenke an uns. Das können wir gar nicht selber. Wir sind auf seine Hilfe dringend angewiesen. Auch das haben wir nicht gerne.

Darum reden wir lieber davon: „Ich habe mich entschieden.“ // „Ich habe mich bekehrt“ //  „Ich bin zum Glauben gekommen.“ – schlau, wie ich bin, habe ich mich für das Richtige entschieden...

Nein – wir sind auf Hilfe angewiesen. Ohne Gott und seinen guten Geist wären wir weder Christen, noch wären wir in einer Gemeinde zuhause.

Hören wir im Jahr des Reformationsjubiläums neu, was Martin Luther im kleinen Katechismus dazu schreibt:

„Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt und bei Jesus Christus erhält im rechten, einigen Glauben“.

„Ich bin auf Hilfe angewiesen“, dieser Satz geht einem nicht leicht von den Lippen. Wir haben das nicht gerne. Und viele – auch in unseren Gemeinden – müssen genau das mühsam lernen: Wir leben allein von der Gnade Gottes.

Nicht ich habe mich entschieden – Gott hat sich für mich entschieden.

Nicht ich habe mich bekehrt – Jesus hat mich bekehrt.

Nicht ich bin zum Glauben gekommen – der Glaube ist durch den Heiligen Geist zu mir gekommen.

Genauso erfahren wir Gottes Hilfe bis auf den heutigen Tag – wie Paulus bekennt.

Das macht demütig und glücklich. Gott sei Dank!