Monatsandacht

Gedanken zum Monatsspruch April:

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

(1.Korinther 15, 42)

Seit die Menschen sesshaft geworden sind, spielen Saat und Ernte eine lebensentscheidende Rolle.

Fällt die Ernte reichlich aus, hat sich die harte Arbeit auf dem Feld gelohnt, und alle Menschen werden satt. Das Überleben ist wieder für ein Jahr gesichert.

Genauso klar ist:

Wer Weizenkörner in die Erde sät, kann mit einer Weizenernte rechnen.

Mit nichts anderem.

Das einzelne Weizenkorn verliert seine Existenz bei diesem Vorgang.

Es gibt seine Energie ab an die Pflanze, die neu aus ihm wächst.

So „verwest“ es und ist in seiner alten Gestalt nicht mehr da.

Der ewige, lebensnotwendige Kreislauf von Saat und Ernte steht von Anbeginn an unter Gottes besonderer Zusage: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte …“ Gen. 8, 22

Paulus greift das Bild von Saat und Ernte auf – mit allen Vorstellungen, die darin eingetragen sind – als er seinen Brief an die junge Christengemeinde in der griechischen Hafenstadt Korinth schreibt.

Paulus ist sehr besorgt um die Gemeinde in Korinth. Sie ist vielen geistigen Einflüssen ausgesetzt und droht das Evangelium aus den Augen zu verlieren.

Auch in der Frage, was nach dem Tod kommt, gehen die Meinungen auseinander.

Manche sind überzeugt, dass nach dem Tod alles aus ist.

Mit der Leugnung einer Auferstehung sieht Paulus das Evangelium im innersten Kern in Frage gestellt.

Eindringlich und leidenschaftlich erklärt und verteidigt er sie in seinem Brief.

Liebe Christen in Korinth und anderswo,

Wenn es überhaupt keine Auferstehung gäbe, dann wäre auch Christus nicht auferstanden.

Aber Christus ist auferstanden. Viele sind dem Auferstandenen begegnet und haben es weitererzählt. Daran halten wir unbedingt fest.

Und so können auch wir zuversichtlich darauf hoffen, mit Christus aufzuerstehen.

Wie das geschehen wird?

Das ist ein Geheimnis.

Der auferstandene Christus trägt noch die körperlichen Spuren seiner Kreuzigung.

Aber er ist verwandelt und nicht mehr fassbar.

So wird Gott auch uns verwandeln.

Der Apostel schließt seine Erklärungen mit Sätzen, die auch heute noch zum Grundbestand des Glaubens und zur „eisernen Ration“ vieler Christen gehören:

Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Stachel, Tod, wo ist dein Sieg? (V. 54 / 55)

Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! (V. 57)

Christus ist auferstanden!

Frohe und gesegnete Ostern!

Ilse Brall, FeG Essen-Mitte