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Monatsandacht

Gedanken zum Monatsspruch Dezember:

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut. (Matthäus 2,10)

Die Sterndeuter haben Jerusalem verlassen. Die Reaktion von König Herodes hat sie irritiert: 

Er wisse nichts von einem neuen König – aber er wäre doch sehr daran interessiert ihn kennenzulernen. Darum sollten sie ihn gefälligst auf dem Laufenden halten... 

Die Weisen aus dem Orient fragen sich: Sind wir umsonst von zuhause aufgebrochen?

Haben wir die Zeichen am Himmel falsch gedeutet?

Der Stern lässt sich nicht beirren: beständig ist sein Lichtstrahl am Himmel zu sehen.

Er leuchtet ihnen weiter den Weg, eindeutig Richtung Bethlehem.

Hier muss es sein – hier muss ER sein!

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut...

„... und so gingen sie in das Haus und fanden das Kind mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ (Matthäus 2,11).

Ein Kind in einer Futterkrippe; einfach, ärmlich, in einer dreckigen Behausung.

Dieses Kind ein König? Ein neuer Star am Himmel?

Man hat Münzen aus jener Zeit gefunden mit einer interessanten Prägung:

Da ist ein Königskopf zu sehen, über dem ein großer Stern leuchtet.

Soll heißen: der Himmelslauf hat diesen König zum Regenten bestimmt.

Der Stern zeigt und bestätigt die Königswürde: „a star is born“.  

Ein neuer Star in der politischen Landschaft ist da.

Und nun das: ein Kind, elend, nackt und bloß...

Noch einmal könnten die Weisen ins Grübeln kommen: Haben wir uns vertan?

Aber statt zu grübeln, huldigen sie diesem Kind in der Krippe.

Weil sie von seiner Huld ergriffen sind.

Jochen Klepper dichtet:

„Noch manche Nacht wird fallen auf Menschen Leid und Schuld,

doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld.

Beglänzt von seinem Lichte hält euch kein Dunkel mehr,

von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.“

Jesus, der Star, der Stern der Gotteshuld.

Huld ist ein Wort, das wir in unserem Alltag kaum noch gebrauchen.

Höchstens in negativem Sinne: da ist jemand ein Unhold.

Jesus ist kein Unhold.

Jesus strahlt Gottes Huld aus. Er ist Gottes Freundlichkeit, das Wohlwollen Gottes in Person.

In Jesus zeigt sich: Gott ist uns ganz zugeneigt. 

Das entdecken die Weisen an der Krippe.

In diesem Jesus, in diesem Kind begegnet ihnen Gottes Angesicht.  

Hier ist Licht, ist Leben, ist Trost, ist Hoffnung.

Hier ist Gott selbst, der König schlechthin.

So knien sie vor ihm nieder und beten es an.

Dass Ihnen in der Advents- und Weihnachtszeit der Stern der Gotteshuld besonders begegnet wünscht Ihnen

Pastor Lars Linder